|
Die goldene Mitte und der richtige Zeitpunkt
Formulieren Sie Ihre Wünsche und Ziele und legen Sie sich schon im Voraus
ein paar gute Argumente zurecht. Aber nehmen Sie sich genügend Zeit und hören
Sie sich die Entgegnungen des Anderen an. Wenn Sie merken, dass es nicht gut
läuft, vertagen Sie das Gespräch und schlafen eine Nacht darüber. Schließlich geht
es um eine gemeinsame Zukunft und die Synchronisierung zweier Lebensentwürfe.
Idealerweise findet ein Treffen in der Mitte statt. Doch manchmal ist das nicht
leicht zu bewerkstelligen. Dann ist es bisweilen hilfreich, nicht nur von den
eigenen Zielen Abstand zu nehmen, sondern neue gemeinsame Ziele zu formulieren.
Sportmuffel Lars (36) wusste anfangs nicht, wie er mit der Fitnessbegeisterung
von Marion (35) umgehen sollte. Bis sie auf die Idee kamen, gemeinsam mit dem
Nordic Walking zu beginnen. Seitdem fahren sie jedes Wochenende aufs Land und
sind beide glücklich damit.
Wichtig ist, dass Sie bei aller Bereitschaft, sich auf den Anderen
einzulassen, weder sich selbst noch den Partner überfordern. Verlangen Sie
nicht zuviel voneinander und setzen Sie sich vor Allem realistische Ziele. Bei
Lars und Marion hat es auch eine Weile gedauert, bis sie auf die zündende Idee
kamen. "Ich war oft frustriert", erinnert Marion sich. "Lars
sagte zwar immer, dass er sich ändern will, aber meist blieb es bei den guten Vorsätzen.
Ich habe mich oft gefragt, wie lange ich das aushalte." Zum Glück kam dann
die Wende.
Vom Drehen und Wenden
Manchen Menschen fallen Veränderungen sehr schwer, sie halten lieber an
gewohnten Mustern fest. Das gilt ganz besonders für die Dinge, die uns unbequem
und anstrengend erscheinen. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Geduld wird vom
Anderen über Gebühr strapaziert, dann ziehen Sie die Notbremse. "Achten
Sie auf die Signale Ihres Gegenübers", rät Single-Coach Lisa Fischbach.
"Meist merkt man nämlich, ob er sich wirklich bemüht. Ist das nicht der
Fall und der Andere gibt nur vor, sich ändern zu wollen, dann ist das ein
fauler Kompromiss, der nicht zum Ziel führen wird. Und das macht auf Dauer
beide nicht glücklich."
Eigentlich verfolgen in einer Partnerschaft beide Seiten das gleiche Ziel -
ein harmonisches Miteinander. Das sollten Sie immer im Auge behalten. Wichtig
ist, dass Veränderungen bei den Partnern freiwillig geschehen und beide Seiten
davon überzeugt sind. Setzt nur einer seinen Willen durch, ist dies meist zum
Scheitern verurteilt und hinterlässt ein Ungleichgewicht in der Beziehung.
Der Weg ist das Ziel
"In Sachen Wertevorstellungen, Erwartungen an die Beziehung und
Kommunikation sollten Sie und Ihr neuer Partner möglichst ähnliche Vorstellungen
und Fähigkeiten haben", so Lisa Fischbach. "Denn dann fällt das
Aufeinander-Zugehen leichter." Welche Zugeständnisse zwei Menschen in
einer Beziehung machen wollen und wie diese aussehen, entscheidet sich nach und
nach während des Kennenlern-Prozesses. Das erfordert Geduld, Aufmerksamkeit und
gegenseitigen Respekt. Wenn diese Voraussetzungen vorhanden sind, ist das schon
eine sehr gute Ausgangsbasis für den gemeinsamen Weg ins Glück
|